Anne Frank Zentrum

Kontakt

Anne Frank Zentrum
Rosenthaler Straße 39
10 17 8 Berlin

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag zehn Uhr bis 18 Uhr

Telefon: 030 / 28 88 65 60 0
E-Mail: zentrum@annefrank.de

Eintritt

  • Erwachsene sechs Euro
  • ermäßigt drei Euro 50
  • Kinder bis zehn Jahre Eintritt frei

Internet: www.annefrank.de

Kurzgefasst

Eine Reise zu Anne Frank. Die Ausstellung „Alles über Anne“ erzählt von ihrem besonderen Schicksal. Mit Bibliothek und Kreativwerkstatt. Tastobjekte, Leitsystem und Audioguide für Blinde und Sehbehinderte.

Über das Anne Frank Zentrum

Anne Frank war ein junges jüdisch-deutsches Mädchen, das von den Nationalsozialisten verfolgt wurde und im Holocaust ums Leben kam. Über ihren Tod hinaus weltbekannt wurde sie, weil sie ein Tagebuch führte, das ihr Vater Otto Frank bereits im Jahr 1947 – also zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs – veröffentlichte.

Das Berliner Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam, wo Anne sich während des Krieges versteckt hielt. Die Dauerausstellung „Alles über Anne“, die hier zu sehen ist, spürt Annes Leben nach und stellt die Frage, was wir aus ihrem Leben und Sterben lernen können. Hier sieht man die Beschäftigung mit Annes Biografie als einen Weg, sich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen, die Gegenwart zu verstehen und über die Zukunft nachzudenken.

Bereits im Jahr 1984 stellte eine Berliner Bürgerinitiative die Wanderausstellung „Die Welt der Anne Frank. 1929 bis 1945“ zusammen. Ein Jahr später wurde diese anlässlich des 50. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung von der Nazi-Diktatur in fünf Berliner Bezirken gezeigt. In viel zu engen Räumen in der Oranienburger Straße 26 entstand daraus dann im Jahr 1998 eine ständige Ausstellung, die seit 2002 in größeren Räumen in der Rosenthaler Straße beheimatet ist. Die jetzige Dauerausstellung „Alles über Anne“ ist seit November 2018 dort zu sehen.

Was heute ein Szeneviertel in Berlin-Mitte ist – rund um den Hackeschen Markt – war früher ein lebendiges jüdisches Viertel der östlichen Spandauer Vorstadt.

Es steht Ihnen frei, ob Sie die Ausstellung in der zweiten Etage über die Treppen erreichen wollen oder ob Sie lieber mit dem Aufzug fahren. Falls Sie abgeholt werden möchten, finden Sie auf der rechten Seite neben dem Eingang ein kleines Schild, das in Reliefschrift und in Braille beschriftet ist. Dort befindet sich die Klingel für den Aufzug. Wenn Sie hier klingeln, werden Sie abgeholt und in die Ausstellung begleitet.

Der Museumsrundgang beginnt bereits im Treppenhaus. An den Wänden sind Portraits von Anne Frank als Kind und als junges Mädchen zu sehen, und aus einer Lautsprecheranlage hört man Auszüge aus ihrem berühmten Tagebuch in der Hörbuch-Ausgabe von 2009, gelesen von Fritzi Haberlandt.

Wer das Museum betritt, steht zuerst vor einem Tasttisch mit dem Grundriss der Museumsetage. Auf dem Boden beginnt sofort das Leitsystem, das zum Infotresen hinter dem Tisch und dann weiter durch das ganze Museum führt. Gleich rechts befinden sich die Toiletten, beschriftet in Relief- und in Blindenschrift. Links ist die Garderobe mit einigen Schließfächern.

An den verschiedenen Stationen der Ausstellung „Alles über Anne“ gibt es Haltevorrichtungen für den Langstock. Alternativ stehen an der Information auch tragbare Halterungen zur Verfügung. Führhunde sind in der Ausstellung erlaubt.

Die Information und die Kasse befinden sich gleich hinter dem Tasttisch. Dort können sich die Besucher einen Audioguide für den Rundgang durch die verschiedenen Stationen des Museums ausleihen. Vor der Besichtigung muss das Gerät für Blinde vom Museumspersonal auf Audiodeskription umgeschaltet werden. Der Guide kann direkt ans Ohr gehalten werden, doch bequemer ist es, ihn mit einem oder zwei Kopfhörern zu verbinden. Die Kopfhörer können ebenfalls an der Information ausgeliehen werden. Wer die Hände frei haben will, hängt sich das kleine Audiogerät mit dem langen Band um den Hals.

Der Audioguide funktioniert mit Infrarot. Vor einem Ausstellungsobjekt beginnt er zu vibrieren, und der Sound wird berührungslos abgespielt. Das geht automatisch, aber zusätzlich hat der schwarze Audioguide eine weiß beschriftete Nummerntastatur, die auch mit Brailleschrift versehen ist.

Die Ausstellung „Alles über Anne“ besteht aus drei großen Abschnitten. Der erste Teil mit dem Namen „Häufige Fragen“ befindet sich im Eingangsbereich. Er informiert über die Geschichte des Ortes und über die Arbeit des Anne Frank Zentrums. Der zweite Teil „Wer ist Anne?“ erzählt die Geschichte von Anne, ihrer Familie und ihren Freundinnen. Der dritte Teil der Ausstellung fragt nach der Bedeutung der Geschichte Anne Franks für heute.

Der historische zweite Teil der Ausstellung ist chronologisch aufgebaut. Er beginnt mit Annes unbeschwerter Kindheit von 1929 bis 1933 in Deutschland, geht dann weiter bis in die vierziger Jahre, als sich Anne vor den Nazis verstecken musste, bis hin zu ihrer Deportation nach Auschwitz und ihrem grausamen Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Der Raum, in dem die Ausstellung untergebracht ist, sieht folgendermaßen aus: Es gibt einen Hauptgang, der vom Empfangsbereich mit der Infotheke geradeaus bis zu einem Tasttisch führt. Rechts bedecken, bis nach hinten durchgehend, viele Bilder und Texte die Wand. Auf der linken Seite gibt es vorne ein paar Lücken für den Infotresen, für Durchgänge in Nebenräume und für eine Abzweigung in einen weiteren Gang. Kurze Zwischenwände von vielleicht einem Meter Breite teilen den Hauptgang in verschiedene Abschnitte. Zwischen zwei Trennwänden wird immer ein bestimmter Zeitabschnitt gezeigt. Auf einer Trennwand steht beispielsweise „1942 bis 1944“ in weißer Schrift auf rotem Grund. Auf weißer Fläche in roter Schrift gibt es darunter dann eine Überschrift wie „Annes Zeit im Versteck“ und in kleiner Schrift „Anne’s Time in Hiding“. Noch tiefer folgen die Bilder und Texte zu dem zugehörigen Zeitabschnitt, die in klarer Sprache verfasst sind.

Der Audioguide ist sehr informativ und leitet die Besucher*innen zuverlässig durch die Ausstellung. Auf ihm sind die verschiedenen Ausstellungstexte zu hören. Allgemein erfährt man viel darüber, was Anne Frank für ein Mädchen war, über ihr Leben und ihren Alltag. Außerdem bietet der Audioguide als Vertiefungsebene Interviews mit Menschen, die Anne gekannt haben – etwa Nachbarn oder Freunde. Auch Otto Frank kommt hier zu Wort: Annes Vater, der als einziges Mitglied der Familie Frank den Holocaust überlebt hat.

Es gibt auch Tastobjekte in der Ausstellung, zum Beispiel die Tastkopie eines Kettenanhängers, der Anne gehört hat, oder ein Portrait aus dem Jahr 1939, das Anne Frank im Profil zeigt. Außerdem gibt es eine aufklappbare Reproduktion ihres ersten Tagebuchs mit rot-weiß kariertem Stoffumschlag.

Die Tastkopie des Verstecks von Anne Frank ist dreidimensional. Man kann sowohl das Haus ertasten, in dem die Familie Frank sich versteckt hielt, als auch die Umgebung dieses Hauses. Nicht zuletzt gibt es eine originalgetreue Tastkopie der Stolpersteine für die Familie Frank.

Der dritte große Teil der Ausstellung fragt nach der Bedeutung von Anne Franks Geschichte für die Gegenwart. Verteilt über die Ausstellungswände sind kleine Monitore angebracht, die Menschen aus der Gegenwart zeigen, die sich zu Anne Frank, zu Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung äußern. Wenn sich der Audioguide in der Nähe eines Monitors befindet, wird eine Nummer angesagt. Diese Nummer kann dann auf dem Gerät eingegeben werden, und das zugehörige Interview wird abgespielt.

Besonders erwähnenswert in diesem Teil der Ausstellung ist die Bibliothek: Hier steht das Tagebuch von Anne Frank in verschiedenen Übersetzungen und Ausgaben. Auch eine Braille-Ausgabe fehlt nicht. In einer kleinen Sitzecke können Sie verweilen und selbst in Annes Tagebuch lesen.

In der Werkstatt werden die Besucher*innen dazu ermutigt, selbst kreativ zu werden und ihr eigenes Denkmal zu erschaffen. Es liegen Bastelmaterialien bereit; zum Beispiel Papprollen, Wolle und Lego. Man kann Annes Versteck nachbauen oder einen Stolperstein formen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das eigene Werk kann man dann in der Ausstellung präsentieren und diese so selbst erweitern.

Das Anne Frank Zentrum will auch ein Lern-Museum sein und ist dafür entsprechend gut ausgestattet. Sehr schön ist auch Annes Kastanienbaum aus Papier, an den man eigene Gedanken anheften kann. Ein Kastanienbaum war das einzige Stückchen Natur, das Anne aus dem Fenster ihres Verstecks in den Niederlanden sehen konnte. Sie hat ihn in ihrem Tagebuch beschrieben.

Anne Franks Tagebuch ist natürlich für Annes Altersgruppe besonders von Interesse, und das Museum wendet sich darum ausdrücklich auch an Jugendliche und an Schulklassen. Anne Franks Geschichte aber kann auch für Erwachsene informativ und ergreifend sein. Schließlich ist die Fähigkeit zur Toleranz keine Frage des Alters.

Stand 2020

Wegbeschreibung zum Infotresen

Wegbeschreibung vom U-Bahnhof Weinmeisterstraße (U8) zum Infotresen des Anne Frank Zentrums, Rosenthaler Straße 39, 10 17 8 Berlin

Begriffserklärungen und Erläuterungen zu den Wegbeschreibungen finden Sie hier im Glossar auf unserer Seite

Am Leitsystem bis zum Ende des Bahnsteiges in Fahrtrichtung Osloer Straße / Wittenau. Wenige Schritte weiter. Der erste Treppenaufgang endet in einem Verbindungsgang. Etwa 20 Meter weiter. Links entlang. Einige Meter weiter. Der zweite Treppenaufgang endet auf dem Fußgängerweg. Rechter Hand Rosenthaler Straße. Links entlang. Linker Hand Treppe. Wenige Schritte weiter. Links entlang. Linker Hand Treppenumfassung und Rosenthaler Straße. Einige Meter weiter bis zum Ende der Treppenumfassung. Links entlang. Linker Hand Treppenumfassung. Wenige Schritte weiter. Achtung: nicht barrierefreie Baustellenampel mit großem schwerem Fuß! An der nicht barrierefreien Ampel die Rosenthaler Straße mit Straßenbahnschienen überqueren. Wenige Schritte weiter. Links entlang. Linker Hand Rosenthaler Straße. Etwa 30 Meter weiter bis zur Einfahrt. Achtung: Poller! Etwa 40 Meter weiter (Achtung: Poller, Häuser- und Straßenkante möbliert!) bis zur T-Kreuzung Rosenthaler Straße / Sophienstraße. Die Sophienstraße überqueren. Linker Hand Rosenthaler Straße. Etwa 40 Meter weiter (Achtung: Häuser- und Straßenkante möbliert!) bis zur Einfahrt. Die Einfahrt überqueren. Achtung: Häuserkante möbliert! 180 Grad Drehung. Rechter Hand Rosenthaler Straße. Links entlang. Wenige Schritte weiter. Durch die Durchfahrt hindurch. Achtung: Hof möbliert! Etwa 40 Meter weiter bis zur zweiten Durchfahrt. 180 Grad Drehung. Wenige Schritte weiter. Linker Hand Automat und Aufsteller. Links entlang. Linker Hand Aufsteller. Wenige Schritte weiter. Links entlang. Die drei Steinstufen enden im Hauseingang. Die Holzflügeltüren sind immer offen. Der erste Treppenaufgang endet auf einem Treppenabsatz. Wenige Schritte weiter. Der zweite Treppenaufgang endet auf einem Treppenabsatz. 180 Grad Drehung nach links. Der dritte Treppenaufgang endet auf einem Treppenabsatz. 180 Grad Drehung nach links. Der vierte Treppenaufgang endet auf einem Treppenabsatz. 180 Grad Drehung nach links. Der fünfte Treppenaufgang endet auf einem Treppenabsatz. Links entlang. Wenige Schritte weiter ist der Eingang zum Anne Frank Zentrum. Stahltür mit Knauf. Klingel rechts. Achtung: Die Klingel ist wie ein Lichtschalter gestaltet! Infotresen einige Meter weiter.

Wegbeschreibung zum Haupteingang

Wegbeschreibung vom U-Bahnhof Weinmeisterstraße (U8) zum Haupteingang des Anne Frank Zentrums, Rosenthaler Straße 39, 10 17 8 Berlin

Begriffserklärungen und Erläuterungen zu den Wegbeschreibungen finden Sie hier im Glossar auf unserer Seite

Am Leitsystem bis zum Ende des Bahnsteiges in Fahrtrichtung Osloer Straße / Wittenau. Wenige Schritte weiter. Der erste Treppenaufgang endet in einem Verbindungsgang. Etwa 20 Meter weiter. Links entlang. Einige Meter weiter. Der zweite Treppenaufgang endet auf dem Fußgängerweg. Rechter Hand Rosenthaler Straße. Links entlang. Linker Hand Treppe. Wenige Schritte weiter. Links entlang. Linker Hand Treppenumfassung und Rosenthaler Straße. Einige Meter weiter bis zum Ende der Treppenumfassung. Links entlang. Linker Hand Treppenumfassung. Wenige Schritte weiter. Achtung: nicht barrierefreie Baustellenampel mit großem schwerem Fuß! An der nicht barrierefreien Ampel die Rosenthaler Straße mit Straßenbahnschienen überqueren. Wenige Schritte weiter. Links entlang. Linker Hand Rosenthaler Straße. Etwa 30 Meter weiter bis zur Einfahrt. Achtung: Poller! Etwa 40 Meter weiter (Achtung: Poller, Häuser- und Straßenkante möbliert!) bis zur T-Kreuzung Rosenthaler Straße/Sophienstraße. Die Sophienstraße überqueren. Linker Hand Rosenthaler Straße. Etwa 40 Meter weiter (Achtung: Häuser- und Straßenkante möbliert!) bis zur Einfahrt. Die Einfahrt überqueren. Achtung: Häuserkante möbliert! 180 Grad Drehung. Rechter Hand Rosenthaler Straße. Links entlang. Wenige Schritte weiter. Durch die Durchfahrt hindurch. Achtung: Hof möbliert! Etwa 40 Meter weiter bis zur zweiten Durchfahrt. 180 Grad Drehung. Wenige Schritte weiter. Linker Hand Automat und Aufsteller. Links entlang. Linker Hand Aufsteller. Wenige Schritte weiter bis zur Wand. Tafel mit Informationen in Pyramiden- und Brailleschrift. Taste Gegensprechanlage unten links. Personal vor Ort.

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