Komische Oper Berlin

Hinweis: Die folgenden Angebote gelten nur bis Juni 2023. Mit Beginn der neuen Spielzeit 2023 wird das Gebäude der Komischen Oper bis voraussichtlich 2028 saniert und es finden auch keine Führungen statt.

Kontakt

Komische Oper Berlin
Behrenstrasse 55 – 57
10 11 7 Berlin

Telefon: 030 / 20 26 00
Internet: www.komische-oper-berlin.de

Karten

Opernkasse

Unter den Linden 41
10 11 7 Berlin

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag elf Uhr bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertage 13 Uhr bis 16 Uhr

Abendkasse

Haupteingang
Behrenstraße 55 – 57
10 11 7 Berlin

Telefonservice

Telefon: 030 / 47 99 74 00

Montag bis Samstag neun Uhr bis 20 Uhr
Sonn- und Feiertage 14 bis 20 Uhr

E-Mail: karten@komische-oper-berlin.de (Hier können Sie online nach Tickets fragen)

Karten sind auch über www.komische-oper-berlin.de erhältlich. Bitte den Spielplan aufrufen und den entsprechenden Termin anklicken. Dem Link „Karten“ folgen.

Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen

Kontakt

Sarah Görlitz
Mitarbeiterin für Musiktheaterpädagogik & Führungen

Telefon: 030 / 20 26 02 23
Fax: 030 / 20 26 03 58
E-Mail: s.goerlitz@komische-oper-berlin.de

Für Blinde und Sehbehinderte besonders gedacht sind die inklusiven Führungen, bei denen man Bühne und Kostüme haptisch und taktil erleben kann. Sie werden individuell vereinbart und dauern 90 Minuten. Normalerweise werden diese Führungen ab einer Gruppengröße von zehn Personen angeboten. Sollte sich die Anfrage auf eine Gruppe beziehen, ist die Teilnehmerzahl auch verhandelbar. Der Preis der Führung hängt davon ab, wie diese geplant wird. Auch Sehende sind bei diesen Führungen herzlich willkommen.

Neben den inklusiven Führungen bietet die Komische Oper Berlin eine ganze Bandbreite an Führungen an, an denen natürlich auch Blinde und Sehbehinderte teilnehmen können.

Die Komische Oper

Das 1892 erbaute Gebäude der Komischen Oper eröffnete zunächst als Theater unter den Linden. Bereits vier Jahre später ging es in Konkurs. Anschließend zog das Metropol-Theater hier ein. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich dieses Revuetheater zu einer der bekanntesten Operettenbühnen des Landes. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde es von der „Kraft durch Freude“-Organisation, wie viele andere Theater auch, gleichgeschaltet. Dennoch lief der Betrieb bis 1944 weiter.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten Bomben das Gebäude fast vollständig. Lediglich der neobarocke Zuschauerraum blieb als einziger historischer Opernsaal Berlins erhalten – das Herzstück, um das herum ein neues Haus gebaut wurde. Der 1901 in Wien geborene Regisseur Walter Felsenstein gründete hier 1947 die Komische Oper Berlin, deren Intendant er bis zu seinem Tode 1975 blieb. In der Regie von Harry Kupfer entstanden in den 1980er Jahren noch heute legendäre Inszenierungen. Der seit 2012 amtierende Intendant Barrie Kosky war weltweit ein gefragter und mit vielen Preisen ausgezeichneter Regisseur.

Die Komische Oper, die mehrmals zum „Opernhaus des Jahres“ gekürt wurde, sieht sich in der Tradition der französischen Opéra Comique, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstand und vorsah, Oper nicht nur den Reichen, sondern allen Menschen zugänglich zu machen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Auch Walter Felsenstein wünschte sich ein Opernhaus für alle gesellschaftlichen Schichten, ohne Schwellenängste. Mit seinem „Musiktheater“ verfolgte er konsequent den Anspruch einer Einheit von Musik und darstellendem Spiel und schuf damit einen völlig neuen Stil der Regie- und Inszenierungsarbeit, der bis heute weltweit Modellcharakter besitzt.

Auf die Bühne werden aber heute nicht nur klassische, sondern auch zeitgenössische, experimentierfreudige Inszenierungen gebracht. Das Repertoire umfasst neben den Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und der Musik von Komponisten aus der Zeit des Barock und aus slawischen Ländern auch Operetten und Musicals, mit denen an die Zeit des Metropol-Theaters angeknüpft wird.

In der Führung über die Bühne erfährt der Besucher die abwechslungsreiche Geschichte der Komischen Oper von der Geburt des realistischen Musiktheaters bis hin zum modernen Opernbetrieb des 21. Jahrhunderts. Nach dem Besteigen der mit einem roten Teppich ausgelegten Kaisertreppe erreicht man das verspiegelte Foyer, das ein Aufeinandertreffen von alt und neu meisterlich verbindet. Säulenarchitektur trifft auf Minimalismus. Hier stößt man unweigerlich auf Walter Felsenstein, vielmehr auf seinen Bronzekopf, den der Bildhauer Wieland Förster geschaffen hat und der ausdrücklich von Nicht-Sehenden betastet werden darf.

Nach dem Verweilen auf einem der bequemen quadratischen Hocker geht die Führung im Zuschauerraum weiter. Schon beim Berühren der samtenen Stühle und Säulen spürt man das barocke Flair. Beim Wechseln vom Rang ins Parkett vernehmen wir die unterschiedliche Akustik des Saales.

Auf der Bühne angekommen, geraten wir bei der fünfprozentigen Neigung möglicherweise kurz ins Straucheln, und wenn sich dann auch noch die 13 Meter breite Drehscheibe zu drehen beginnt und man den Abgrund des Orchestergrabens spürt, ist der Schwindel kaum noch aufzuhalten. Erst 21 Meter vom Bühnenrand entfernt gibt es wieder eine feste Wand – allerdings aus nacktem kaltem Ziegelstein, wie zu spüren ist. Etwas benommen noch erfahren wir nun, wie ein Sänger oder eine Sängerin im Bühnenboden verschwinden kann. Anschließend werden wir auf verschlungenen Wegen in den Damenkostümfundus geführt, wo zwei Kostüme aus einer aktuellen Opernproduktion zum Betasten einladen.

Stand 2022

Wegbeschreibung U5

Wegbeschreibung vom U-Bahnhof Brandenburger Tor (U5) zur Komischen Oper, Behrenstraße 55 – 57, 10 11 7 Berlin

Begriffserklärungen und Erläuterungen zu den Wegbeschreibungen finden Sie hier im Glossar auf unserer Seite

Am Leitsystem bis zum Ende des Bahnsteiges in Fahrtrichtung Hauptbahnhof. Der erste Treppenaufgang endet auf einer Zwischenebene. Links entlang. Wenige Schritte weiter. Links entlang. Einige Meter weiter. Der zweite Treppenaufgang endet auf einer weiteren Zwischenebene. Rechts entlang. Etwa 30 Meter weiter. Links entlang. Einige Meter weiter. Der dritte Treppenaufgang endet auf dem Fußgängerweg.

Linker Hand Straße Unter den Linden. Einige Meter weiter bis zur Plus-Kreuzung Straße Unter den Linden / Wilhelmstraße.

An der taktil-akustischen Ampel die Wilhelmstraße mit Fahrradwegen überqueren. Linker Hand Straße Unter den Linden. Etwa 100 Meter weiter (Achtung: Häuserkante möbliert!) bis zur Einfahrt. Etwa 150 Meter weiter bis zur Plus-Kreuzung Straße Unter den Linden / Glinkastraße. An der nicht barrierefreien Ampel die Glinkastraße mit Fahrradwegen überqueren. Linker Hand Straße Unter den Linden. Rechts entlang. Rechter Hand Glinkastraße. Etwa 80 Meter weiter bis zur Plus-Kreuzung Glinkastraße / Behrenstraße. Links entlang. Rechter Hand Behrenstraße. Etwa 30 Meter weiter (Achtung: Poller!) ist die Komische Oper.

Breiter Treppenaufgang. Drei nebeneinander liegende Türen.

Wegbeschreibung S-Bahn

Wegbeschreibung vom S-Bahnhof Brandenburger Tor (S1, S2, S25, S26) zur Komischen Oper, Behrenstraße 55 – 57, 10 11 7 Berlin

Begriffserklärungen und Erläuterungen zu den Wegbeschreibungen finden Sie hier im Glossar auf unserer Seite

Am Leitsystem bis zum Ende des Bahnsteiges in Fahrtrichtung Südkreuz. Der erste Treppenaufgang endet auf einer Zwischenebene. Einige Meter weiter. Links entlang. Einige Meter weiter. Links entlang. Einige Meter weiter. Der zweite Treppenaufgang endet auf dem Fußgängerweg.

Linker Hand Straße Unter den Linden. Einige Meter weiter (Achtung: breiter Fußgängerweg!) bis zur Plus-Kreuzung Straße Unter den Linden / Wilhelmstraße.

An der taktil-akustischen Ampel die Wilhelmstraße mit Fahrradwegen überqueren. Linker Hand Straße Unter den Linden. Etwa 100 Meter weiter (Achtung: Häuserkante möbliert!) bis zur Einfahrt. Etwa 150 Meter weiter bis zur Plus-Kreuzung Straße Unter den Linden / Glinkastraße. An der nicht barrierefreien Ampel die Glinkastraße mit Fahrradwegen überqueren. Linker Hand Straße Unter den Linden. Rechts entlang. Rechter Hand Glinkastraße. Etwa 80 Meter weiter bis zur Plus-Kreuzung Glinkastraße / Behrenstraße. Links entlang. Rechter Hand Behrenstraße. Etwa 30 Meter weiter (Achtung: Poller!) ist die Komische Oper.

Breiter Treppenaufgang. Drei nebeneinander liegende Türen.