Alte Nationalgalerie
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Einführung
1861 hatte der Bankier Joachim Heinrich Wagener in seinem Testament seine gesammelten Gemälde dem preußischen Staat vermacht, allerdings mit der Auflage, sie für alle Freunde der Kunst zugänglich zu machen. König Friedrich Wilhelm IV. beauftragte daraufhin den berühmten Architekten Friedrich August Stüler, der als Geheimer Oberbaurat an der Spitze des preußischen Bauwesens stand, mit der Errichtung einer Nationalgalerie. Friedrich Wilhelm IV. war es auch, der die Idee hatte, das Gebäude im Stil eines antiken griechischen Tempels zu gestalten. Stüler starb jedoch bereits 1865 und konnte nur noch die Entwürfe liefern. Gebaut wurde die Nationalgalerie schließlich von 1866 bis 1876 von seinem Schüler, dem Hofbaumeister Johann Heinrich Strack. Als einzigartig wurde immer wieder die große Harmonie zwischen der Sammlung und dem Museumsgebäude hervorgehoben. Die Nationalgalerie sollte nicht dem Preußentum huldigen, sondern die Kunst in den Mittelpunkt stellen.
Das Denkmal für Friedrich Wilhelm IV., das auf dem Sockel vor dem Tempelbau steht, wurde von 1875 bis 1886 von dem Berliner Bildhauer Alexander Calandrelli geschaffen. 1937 beschlagnahmten und vernichteten die Nationalsozialisten 164 Gemälde, 27 Skulpturen und 326 Zeichnungen als „entartete Kunst“, und im Zweiten Weltkrieg beschädigten Bomben und Häuserkämpfe das Gebäude. Nach der Teilung Deutschlands verteilten sich die Exponate auf mehrere Orte in der DDR und in West-Berlin. Erst nach der Wende 1990 kamen sie an ihren ursprünglichen Ort zurück.
Nach der umfassenden Sanierung in den 1990er-Jahren öffnete die Alte Nationalgalerie 2001 ihre Türen im alten Glanz. Ursprünglich umfasste die Sammlung des Bankiers Wagener 262 Bilder, die den Grundstock für eine der bedeutendsten deutschen Sammlungen der Kunst des 19. Jahrhunderts bildeten. Ab 1900 kamen Werke der französischen Malerei hinzu. Heute zeigt die Alte Nationalgalerie Gemälde und Skulpturen u. a. von Caspar David Friedrich, Johann Gottfried Schadow, Adolph Menzel, Carl Blechen, Franz von Stuck, Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir und Auguste Rodin. Den Zusatz „Alte“ Nationalgalerie erhielt die Nationalgalerie übrigens erst 1968, nachdem Mies van der Rohe am Potsdamer Platz die Neue Nationalgalerie errichtet hatte. Die Alte Nationalgalerie stellt heute eine der fünf Säulen der Nationalgalerie dar. Die anderen Säulen sind die Neuen Nationalgalerie mit der Kunst des 20. Jahrhunderts, das Museum Berggruen mit den Werken der Klassischen Moderne, der Hamburger Bahnhof mit der Kunst der Gegenwart und die Friedrichswerdersche Kirche, die die Skulpturen des 19. Jahrhunderts beherbergt.
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