Skulptur Balanceakt
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Einführung zur Skulptur Balanceakt
Am 25.Mai 1959 legte Axel Springer den Grundstein für sein Berliner Verlagshaus, unmittelbar an der Grenze zum sowjetisch besetzten Sektor Berlins. Später entstand genau hier die Berliner Mauer. Über die Jahrzehnte der Teilung repräsentierte Springers Haus für viele den ,,Leuchtturm des freien Westens“. Zur Feier des 50. Jahrestages der Grundsteinlegung – enthüllte am 25. Mai 2009, Friede Springer, die Witwe des Verlegers, die Skulptur „Balanceakt“ auf dem Vorplatz des Axel-Springer-Hauses. Die Festrede hielt der Alt-Bundespräsident Richard von Weizäcker. Er betonte dass Axel Springer zu den Menschen gehört habe, für die die Wiedervereinigung nicht nur eine Worthülse sei. Im Unterschied zu vielen Politikern, die die Wiedervereinigung entsprechend der Präambel des Grundgesetzes vor allem in Sonntagsreden erwähnt hätten, sei Axel Springer wohl einer der ganz wenigen gewesen, die wirklich an die Wiedervereinigung geglaubt hätten. Dass der 50. Jahrestag der Grundsteinlegung seines Hauses zusammen mit dem 20.Jubiläum des Mauerfalls gefeiert werde, hätte ihn sicher gefreut. Der Vorsitzende der Axel-Springer AG, Mathias Döpfner, wies in seiner Rede darauf hin, dass der Umgang mit der gewonnenen Freiheit stets etwas Unsicheres, Schwankendes bleibe – ein Balanceakt eben.
Ein Balanceakt – für die Freiheit
Die Skulptur Balanceakt ist ein Werk des deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol.
Sie steht vor dem Axel-Springer-Hochhaus an der Ecke Axel-Springer-Straße / Zimmerstraße im Berliner Ortsteil Kreuzberg.
Balkenhol will mit der Skulptur Mauerläufer – die Gedanken vieler Menschen zum Fall der Mauer auf den Punkt bringen. Balancierend, den Blick konzentriert nach vorn gerichtet, aufrecht. Hinter sich, wie hingestreut, umgefallene Mauersegmente, die er bereits überwunden hat. Balkenhol wird mit den Worten zitiert: ,,Für mich besteht das Geheimnis einer funktionierenden öffentliche Skulptur darin, dass sie in der Lage ist, den Ort, an dem sie steht, erst existent werden zu lassen. Aus der Spannung, die sich zwischen Skulptur und Ort ergibt, fließt die Kraft einer solchen Skulptur, sie macht den Ort erlebbar dadurch, dass sie in der Lage ist, den Dialog mit dem Ort inhaltlich und formal aufzunehmen.“
